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Ein ewig Rätsel will ich bleiben mir und anderen...

Burg Falkenstein

1883 erwarb schließlich König Ludwig II. von Bayern die Ruine, um an ihrer Stelle eine romantische Märchenburg in der Art Neuschwansteins zu errichten. Die Planung wurde anfangs dem Bühnenbildner Christian Jank übertragen, der auch die Entwürfe des Schlosses Neuschwanstein gefertigt hatte. Der erste Entwurf Janks wäre jedoch weder räumlich noch architektonisch realisierbar gewesen.

Wegen der chronischen finanziellen Probleme des Bayernkönigs reduzierte Janks Nachfolger Georg von Dollmann 1884 das Projekt drastisch und fertigte den Entwurf einer kleinen gotischen Burganlage mit einem hohen Hauptturm. Das Projekt erinnert in seiner relativ bescheidenen Konzeption an die zahlreichen schlossähnlichen Villen, die sich vor allem der neureiche Geldadel damals in den Vorstädten Europas errichten ließ. Der erboste König kündigte darauf hin den Vertrag mit Dollmann und gab den Auftrag an den Regensburger Architekten und Oberbaurat Max Schultze weiter.

1885 ließ Schultze eine Wasserleitung und einen neuen Burgweg anlegen. Sein Entwurf wäre wohl realisiert worden, da er Ludwigs Vorstellungen von einer „Raubritterburg“ am nächsten kam. Im Gegensatz zu Janks utopischer Phantasiearchitektur waren Schultzes Entwürfe technisch und räumlich auf dem Gipfel des Falkenstein umsetzbar, hätten den König aber in weitere finanzielle und politische Schwierigkeiten gebracht. Ein Ölgemälde des geplanten königlichen Schlafsaales und ein Modell des Schlosses befinden sich heute im König Ludwig II. Museum in Herrenchiemsee.

Das Schloss blieb jedoch ein Traum, da König Ludwig 1886 – zusammen mit seinem Leibarzt – im Starnberger See ertrank. Bis zu seinem Tod waren nur die Zufahrtsstraße und eine Wasserleitung fertiggestellt, dann wurden die Bauarbeiten eingestellt.

Gegenwart
Im 20. Jahrhundert wurden einige (handwerklich unzureichende) Sicherungen an der Burg ausgeführt, bereits 1897 war unterhalb das Burghotel errichtet worden. Im Zuge der jüngsten Sanierung nach der Jahrtausendwende entstand eine hölzerne Aussichtsplattform im Burginneren (Burgenregion Ostallgäu-Außerfern). Die Burgruine ist über mehrere Wanderwege und Bergsteige aus dem Tal (ca. eine Stunde) bzw. von der „Schloßanger Alp“ (ca. 20 Min) zugänglich. Die steilen Bergpfade setzten etwas Kondition und Trittsicherheit voraus, sind aber auch von normalen Bergwanderern gut zu bewältigen. Eine gebührenpflichtige Fahrstraße ermöglicht Tagesbesuchern die Auffahrt bis kurz unter das Burghotel oder den gefahrlosen Aufstieg.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Falkenstein_(Pfronten) )

Tourist-Info

Die Burgruine Falkenstein ist frei zugänglich, Parkplätze unterhalb der Burg.
20 Meter unter dem Gipfel des Falkensteins liegt das Burghotel Falkenstein, das eine atemberaubende Aussicht bis zum Schloss Neuschwanstein und bis zur Zugspitze bietet. Im Restaurant, in der Burgstube, auf der Terasse oder im Wintergarten genießt man feine Regionalküche; individuell gestaltete Themen-Zimmer laden zum Verweilen ein.

Das 2008 eröffnete Burgenmuseum erzählt die wechselvolle Geschichte der Burgruine Falkenstein. Öffnungszeiten vom 1. Mai bis 31. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr (Eintritt frei)

(Quelle: https://www.hdbg.eu/burgen/burgen_suche-burgen_detail.php?id=brn-0004&topic=info )

Burg Falkenstein